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Schon seit dem Altertum (bei den
Assyro-Babyloniern, den Ägyptern und den Römern) war der Porphyr in der Architektur und
in der Bildhauerkunst benutzt. Porphyrsäule mit Basrelief von Diocletian
und Maximilian |
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Viele Kaiser ließen sich für ihre ewige Ruhe Sarkophage aus
diesem Stein bauen. |
In späteren Zeiten wurde dann der Porphyr - dort wo er zu
finden war - hauptsächlich als Baustein verwendet und noch später wurde er für die
Dachhaut der Gebäude- in dünnen und grob bearbeiteten Platten - benutzt. Dank seinen
Eigenschaften - Wetterbeständigkeit und die besondere Schichtung des Materials, die seine
Gewinnung viel leichter macht - war der Porphyr besonders geeignet dazu.
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Erst am Anfang des XX Jahrhunderts fing man an, den Porphyr - Pflasterstein, Kopfsteinpflaster und Platten - als Straßenbelag zu verwenden. Eine der ersten mit Porphyr ausgerüsteten Straßen (mit Mauern, Stufenrampen, Prellsteinen) wurde in der nähe von Trento gebaut (die Straße "Gardolo - Albiano - Lases"). Die erste Konzession zur Gewinnung vom Porphyr wurde erst 1911 erteilt. Nach dem ersten Weltkrieg begann die Gewinnung, wenn auch nur gelegentlich, wieder; aber erst am Anfang der Zwanziger Jahre fing die eigentliche Gewinnung der Porphyrvorkommen an.
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Detail der typischen Porphyrschichtungen |
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Das Material wurde dann nach der Größe und Dicke der Platten aussortiert und zu den sogenannten "Arbeitstischen" - auf Schub- oder auf von Maultieren gezogenen Karren -transportiert. Dort wurde es von andern Arbeitern mit Keule und Stemmeisen bearbeitet und zu Pflastersteinen, Bodenplatten, Randsteinen und Riemchen verschiedener Größe gemacht. |
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Handbearbeitung des Porphyrs aus einem alten Photo |
Die Fertigware wurde dann auf von Maultieren gezogenen Karren zum Trientner Bahnhof gebracht. Auf diese Art und Weise wurden zum Beispiel die Porphyrpflastersteine erzeugt, die zur Pflasterung der Via Nazionale in Rom oder des Mailänder Hauptbahnhofes dienten. |
Erst in den Sechziger Jahren nahm man aber wahr, was für
wirtschaftliche Möglichkeiten der Porphyr anbot. Daraus folgte eine wesentliche Erhöhung
der Produktion, die auch durch das Wirtschaftswunder jener Zeit gefördert wurde. In den Achtziger Jahren werden neue Maschinen mit hoher Technologie eingeführt und moderne Labore eingerichtet, die es erlauben, reichere und bessere Produkte anzubieten. |
Detail einer modernen Maschine zum Abschneiden von Porphyrplatten |
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Fortsetzung folgt..... |